„Stadt voller Überraschungen“: Neujahrsempfang in Herrenhausen

Oberbürgermeister Schostok hält seine Neujahrsrede

Oberbürgermeister Schostok hält seine Neujahrsrede

„Hannover ist die schönste Stadt der Welt“, sagt Oberbürgermeister Schostok und erzeugt im Saal eine Mischung aus Zustimmung und Zweifel, teils wird verhaltener Applaus laut. Dann wirft er noch eine Aussage in den Raum: „Hannover hat nichts zu bieten!“ Das seien beides Statements, die man immer wieder über Hannover höre. „Diese Widersprüchlichkeit passt durchaus zu uns“, fährt er fort.

Der Ricklinger A-cap­pel­la-Chor "Mixed Voices"

Der Ricklinger A-cap­pel­la-Chor „Mixed Voices“

Der Neujahresempfang der Stadt Hannover fand dieses Jahr erstmals in den Herrenhäuser Gärten statt. Am Montagnachmittag kamen etwa 3000 Besucher in die Galerie des Hannoverschen Gartens. Bisher hatte Oberbürgermeister Schostok die Hannoverschen Bürger ins Rathaus eingeladen. Die Rede des Oberbürgermeisters wurde von musikalischen Einlagen des Hannoverschen Chors „Mixed Voices“ verfeinert. Außerdem fanden an anderer Stelle im Garten Workshops und eine Vorführung des GOP-Varietés statt.

„Hidden Beauty“ auf dem Weg zur Kulturhaupstadt

Seine Aussagen am Anfang seiner Rede erklärt Schostok so: Hannover sei eine Stadt, die viele Überraschungen zu bieten habe. Da die nicht  für jeden sofort ersichtlich seien, würde die Landeshaupstadt oft als „Hidden Beauty“ bezeichnet werden – zu Recht, findet Schostok. „Wir sehen uns nicht am Nabel der Welt“, erklärt der Oberbürgermeister. „Aber wir empfinden uns als Stadt in der Mitte von Europa.“

Gerade deshalb sei es auch in Hannover wichtig, sich für ein demokratisches Miteinander einzusetzen.

3.000 Hannoveraner besuchten den Neujahresempfang der Landeshauptstadt.

3.000 Hannoveraner besuchten den Neujahresempfang der Landeshauptstadt.

Dass Hannover doch so einiges zu bieten hat, steht für Schostok außer Frage. Den größten Stadtwald Europas etwa, oder eine „königliche Vergangenheit“. Und auch im letzten Jahr kamen einige Auszeichnungen dazu – erst im Dezember die als „Nachhaltigste Großstadt Deutschlands“. Mit all diesem Potential wolle man jetzt die Bewerbung als Europäische Kulturhaupstadt für das Jahr 2025 angehen.

Schostok nimmt auch Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Lage: Man könne derzeit gut investieren, weshalb er jetzt „eine Zukunft für diejenigen gestalten will, die alsbald unsere Gegenwart sein werden. Wir investieren in den Wohnungsbau, in Neubauten und die Sanierung von Kitas und Schulen“.

„Bei den ganzen Festen den Garten nicht vergessen“

Gartenmeister Thomas Amelung

Gartenmeister Thomas Amelung

 

Mahnende Worte kommen vom Gartenmeister der Herrenhäuser Gärten, Thomas Amelung. „Bei den ganzen Festen und Feierlichkeiten, die wir hier im Großen Garten machen, dürfen wir den Garten als solches nicht vergessen.“ Man solle zurück zu den Wurzeln gehen und den Garten stärker achten.

 

 

 

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