Darum müssen Fahrradfahrer diese Woche in Hannover besonders aufpassen

Von 2016 bis 2017 stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle mit beteiligten RadfahrerInnen auf 1.350 an. Foto: Daniel Düsterdiek

Von 2016 bis 2017 stieg die Anzahl der Verkehrsunfälle mit beteiligten RadfahrerInnen auf 1.350 an. Foto: Daniel Düsterdiek

RadfahrerInnen aufgepasst: Diese Woche wird die Polizei auf Hannovers Straßen vermehrt auf Fahrrad-VerkehrssünderInnen achten. Um  die Sicherheit des Radverkehrs zu stärken, werden von Montag bis Freitag  Schwerpunktkontrollen an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet durchgeführt. Bereits im letzten Jahr  hatte die Aktion durchschlagenden Erfolg: Insgesamt hatte die Polizei innerhalb von fünf Tagen über 5.550 Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung geahndet.

Doch nicht nur FahrradfahrerInnen sind während der laufenden Woche im Visier der BeamtInnen: Auch AutofahrerInnen, die Verkehrsvorschriften nicht befolgen oder den Fahrradverkehr in anderer Weise behindern, will die Polizei erfassen. In der Radfahrkontrollwoche 2017 gab es  mehr als 3.100 Verstöße. Besonders will die Polizei  dieses Jahr  gegen AutofahrerInnen vorgehen, die ihren Wagen auf Radwegen parken – dazu arbeiten die Uniformierten mit dem Verkehrsaußendienst zusammen, der in Hannover rechtswidrig abgestellte Fahrzeuge zur Anzeige bringt.

Polizei zieht traurige Unfall-Bilanz

Die Polizei registriert eine steigende Anzahl von Unfällen mit beteiligten RadfahrerInnen. Waren es 2016 noch 1.250 Verkehrsunfälle, stieg die Zahl im vergangenen Jahr auf 1.350 an. Auch die Zahl der Schweverletzten stieg 2017 leicht auf 134. Besonders tragisch: Bei Unfällen mit involvierten FahrradfahrerInnen kamen 2017 zwei Menschen um. Am Hauptbahnhof wurde im März vergangenen Jahres ein Radfahrer von einem Kipplaster erfasst und starb am Unfallort. Im zweiten Fall im Oktober stieß ein Rentner mit einem Jungen zusammen und erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus. Auch dieses Jahr starb bereits ein Radler, nachdem ihn zwei freilaufende Hunde zu Fall gebracht hatten.

Diese Woche führt die Polizei Verkehrskontrollen an verschiedenen Orten in Hannover durch. Foto: Daniel Düsterdiek

Solche Fahrradstreifen sollen nach dem Willen von Stadt-Parteien bald zu abgetrennten Radwegen werden. Foto: Daniel Düsterdiek

Stadtpolitik reagiert auf steigende Radler-Zahl

Die steigenden Unfallszahlen stehen wohl auch damit in Verbindung, dass immer mehr Menschen in Hannover mit dem Fahrrad mobil sind. Mittlerweile machen FahrradfahrerInnen 20% des Verkehrsaufkommens aus – geht es nach der Stadt, soll deren Anteil bis 2025 um fünf weitere Prozentpunkte steigen. Auch in der Stadtpolitik gibt es Bestrebungen, den Fahrradverkehr sicherer zu gestalten: Im Februar verabschiedete der Verkehrausschuss einstimmig einen Antrag der Fraktionen SPD, Grüne und FDP – der sieht vor, Radwege stärker von den Fahrspuren abzutrennen und eine klare Sicht zwischen Auto- und FahrradfahrerInnen zu schaffen.

One thought on “Darum müssen Fahrradfahrer diese Woche in Hannover besonders aufpassen”

  1. Markus G. schreibt:

    Neben dem Hundeunfall dieses Jahr, gab es auch noch jenen, bei dem ein Junge an der Vahrenwalder Straße von einem LKW erfasst und tödlich verletzt wurde.

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