CDU sagt achtlos entsorgten Weihnachtsbäumen den Kampf an

Eine Tannenbaumabholung im letzten Jahr in Hannover

Eine Tannenbaumabholung im letzten Jahr (Pressefoto von Aha)

Über 170.000 Weihnachtsbäume sammelt das Entsorgungsunternehmen Aha in Hannover jährlich ein. Doch nicht jeder hält sich an das vorgeschriebene Prozedere: Anstatt an den über 200 offiziellen Aha-Sammelstellen werden Weihnachtsbäume teilweise einfach an öffentlichen Plätzen abgelegt. So seien laut Aha dieses Jahr bereits 30 wilde Sammelstellen in der Stadt entstanden. Eine Schande, findet die CDU-Ratsfraktion. Die falsch abgelegten Bäume würden dem Stadtbild schaden und die Sicherheit von Fußgängern gefährden.

Abgabestellen nicht erkennbar?

Als größtes Problem sieht der umweltpolitische Sprecher der CDU-Ratsfraktion, Maximilian Oppelt, dass Bürger gar nicht zwischen offiziellen und inoffiziellen Sammelstellen unterscheiden könnten. „Deshalb schlagen wir vor, die Entsorgung der ausgedienten Weihnachtsbäume durch eine temporäre Beschilderung der offiziellen Sammelstellen zu optimieren, da die bisherigen Informationsbemühungen von aha offenbar nicht ausreichen“, erklärt Oppelt.

Aha-Sprecher Stefan Altmeyer hält von der Idee aus der CDU-Ratsfraktion nichts. „Eine zusätzliche Beschilderung der Standorte stellt einen erheblichen finanziellen und logistischen Aufwand dar, dessen Zusatznutzen für die hannoversche Bevölkerung in keinem vernünftigen Verhältnis steht“, erklärt er. Die Erfahrung zeige, dass eine solche Beschilderung kaum zur Verringerung illegal abgelegter Weihnachtsbäume führe.

Am Moltkeplatz in Hannover List ist eine der über 200 offiziellen Sammelplätze.

Am Moltkeplatz in Hannover List ist eine der über 200 offiziellen Sammelplätze.

Jeder, der seinen Weihnachtsbaum an einer wilden Sammelstelle ablegt, schädigt vor allem andere Gebührenzahler, die die Beseitigung der illegal abgelegten Bäume durch die Sperrmüllabfuhr mitzahlen müssen. Desweiteren würden der Müllabfuhr durch die zusätzliche Arbeit Kapazitäten an anderer Stelle fehlen, bemängelt Altmeyer. Wer beim Ablegen eines Weihnachtsbaumes an einer wilden Sammelstelle erwischt wird, muss mit einer Bußgeldstrafe von 35€ rechnen.

Knapper Zeitplan

Die CDU-Ratsfraktion will den Antrag zur Beschilderung der Abgabestellen in der nächsten Sitzung des Umweltausschusses am Nachmittag des 8. Januars einbringen. Das ist der Tag, an dem Aha  mit der Abholung von Weihnachtsbäumen beginnt. Die Sammelaktion läuft bis zum 19. Januar an über 200 Abholstellen im Stadtgebiet von Hannover (siehe Karte). Bewohner der Region Hannover sollen ihre Weihnachtsbäume zwischen dem 8. und dem 19. Januar bis 7 Uhr morgens an der Gehwegkante vor ihrem Haus ablegen.

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