1.000 neue LehrerInnen für bessere Unterrichtsversorgung

Ein Maßnahmenpaket für bessere Unterrichtsversorgung

Grant Hendrik Tonne

Grant Hendrik Tonne

Mit einem Maßnahmenpaket will der neue Niedersächsische Kultusminister Hendrik Grant Tonne die Unterrichtsversorgung im zweiten Schulhalbjahr merkbar verbessern. Diese lag bei einer Erhebung im August bei 98,7 Prozent und ist damit im laufenden Schuljahr um 0,2 Prozent abgesunken. Die Unterrichtsversorgung gibt an, wie viele der geplanten Unterrichtsstunden und Förderstunden für Sprachförderung, Inklusion und Ganztagsschulen erteilt werden können. „Es ist offensichtlich, dass dieser Wert unbefriedigend ist.“, erklärt der Kultusminister. „Mein Ziel ist, die Unterrichtsversorgung zum neuen Schuljahr 2018/19 deutlich zu verbessern. Der Stand zum Schuljahr 2017/18 zeigt, wie groß die Aufgabe ist.“

Probleme an Förderschulen

Besonders gut stehen derzeit Gymnasien da, die im Durchschnitt sogar einen höheren Wert erreichen als die angestrebten 100 Prozent. Probleme gibt es vor allem auf Haupt- und Realschulen und insbesondere auf Förderschulen, an denen die Unterrichtsversorgung lediglich bei 93,1 Prozent lag. Zum Start des zweiten Schulhalbjahrs stellt das Kultusministerium deshalb 1.070 neue LehrerInnen ein, die auf alle Schulformen verteilt werden. Rund jeder Zehnte davon ist Quereinsteiger, kommt also aus einem anderen Berufsfeld in den LehrerInnenberuf. Um eine gute Unterrichtsversorgung zu erzielen, will der Kultusminister das zum Beginn des nächsten Schuljahres weiter vereinfachen.

Verstärkte Abordnungen

Verstärkt werden im zweiten Halbjahr auch die Abordnungen von LehrerInnenn an Grund-, Haupt- und Realschulen. Rund 650 Lehrkräfte mehr als im ersten Schulhalbjahr müssen ab Februar ihre Stammschule verlassen, um an einer anderen Schulform zu unterrichten. Das erklärt das Kultusministerium so: Man habe 170 Stellen, die man an Haupt- und Realschulen nicht besetzen konnte, an Gymnasien besetzt. Deshalb müssten nun insgesamt 2.900 GymnasiallehrerInnen an anderen Schulen einspringen.

Für Abordnungen an Grundschulen will der Kultusminister sicherstellen, dass GymnasiallehrerInnen nur in der dritten und vierten Jahrgangsstufe zur Unterrichtserteilung eingesetzt werden, nicht aber zur Beaufsichtigung von Betreuungsangeboten. „Ich will die Lehrer-Karawanen durch Niedersachsen sehr zügig stoppen. Es ist individuell belastend für die Lehrkräfte, stundenweise ihre Stammschule verlassen zu müssen“, erklärt Tonne. Um das Verfahren so praktisch wie möglich zu gestalten, habe er die Landesschulbehörde angewiesen, betroffene  Stammschulen frühstmöglich in Kenntnis über die Abordnungen zu setzen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.